Was professionelle Planungssoftware tatsächlich leisten sollte
Professionelle Prothesenplanung Software macht aus Bilddaten einen expliziten präoperativen Plan. Sie sollte nicht nur ein Röntgenbild und eine Implantatkontur anzeigen, sondern den Anwender von Bildqualität und Kalibrierung über Landmarken, Messungen, Größenwahl und Positionierung bis zum dokumentierten Ergebnis führen.
OrthoMetiQ entsteht aus mehr als 19 Jahren praktischer Erfahrung mit digitaler präoperativer Planung, Implantatanatomie, Herstellerbibliotheken und den Fragen zwischen Radiologie, Chirurgie und Medizintechnik.
Fragen, die der Workflow beantworten muss
- Ist das Bild für die Fragestellung geeignet und korrekt kalibriert?
- Welche anatomischen Referenzen definieren das Rekonstruktionsziel?
- Welches Implantatsystem, welche Komponente und welche Größe werden geprüft?
- Wie verändern sich Beinlänge, Offset, Achse und Komponentenposition?
- Kann ein anderer qualifizierter Anwender den Plan ohne vollständige Wiederholung nachvollziehen?
Ein nachvollziehbarer Planungsworkflow
- 01
Bilddaten qualifizieren
Projektion, sichtbare Anatomie, Marker und klinische Fragestellung prüfen, bevor gemessen wird.
- 02
Kalibrieren
Dokumentierten Markerdurchmesser anwenden und kontrollieren, ob der Marker die relevante anatomische Tiefenebene repräsentiert.
- 03
Landmarken und Messungen
Reproduzierbare Referenzen setzen; nicht von optisch bequemen, aber anatomisch inkonsistenten Punkten messen.
- 04
Implantat templaten
Hersteller, Modell und Komponente eindeutig auswählen und Größe, Position sowie Rekonstruktion gemeinsam beurteilen.
- 05
Klinisch plausibilisieren
Plan gegen Anatomie, Bildgrenzen, OP-Strategie und alternative Komponenten prüfen.
- 06
Report und Übergabe
Messwerte, Komponenten, Screenshots, Annahmen und offene Fragen dokumentieren.
Nutzbare Planungsergebnisse
- Kalibriertes Planungsbild
- Anatomische Messwerte
- Voraussichtliche Implantatkomponenten und Größen
- Positions- und Rekonstruktionsziele
- Strukturierter PDF-Planungsreport
Typische Qualitätsgrenzen
- Fehlerhafte Magnifikationskalibrierung
- Unvollständige oder nicht standardisierte Projektionen
- Unsichere Landmarken oder ausgeprägte Deformität
- Veraltete oder unvollständige Implantatschablonen
- Unkritische Übernahme des Softwareergebnisses in operative Entscheidungen
Häufige Fragen
Was ist digitale Prothesenplanung?
Digitale Prothesenplanung ist die präoperative Überlagerung maßstäblicher Implantatschablonen auf geeignete, kalibrierte Bilddaten. Sie verbindet Implantatdimensionierung mit anatomischen Messungen, Rekonstruktionszielen und einer dokumentierten Planung.
Welche Bilddaten sind erforderlich?
Für 2D-Templating werden standardisierte Röntgenaufnahmen mit korrekt positioniertem Kalibrierungsmarker benötigt. Je nach Verfahren können AP-, laterale oder Ganzbeinaufnahmen relevant sein.
Ersetzt die Software die Entscheidung des Chirurgen?
Nein. Die Software unterstützt Messung, Visualisierung und Dokumentation. Indikation, Implantatwahl, operative Strategie und finale Freigabe verbleiben beim qualifizierten medizinischen Fachanwender.
Kann OrthoMetiQ im Browser genutzt werden?
Ja. Der OrthoMetiQ WebPlanner ist als kontrollierte browserbasierte Planungsumgebung konzipiert; der Zugang wird über ein OrthoMetiQ-Konto und eine Freigabe verwaltet.
